Trailritte und Reiturlaube by Moni - Transportugaliatrail
 

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Texte und Fotos: Copyright by Simone Scheiper


 Transportugalia-Trail “ ODER:  „Ein Trail immer gen Westen“

Sonntag, 30.9.2012

Um 7:30h klingelt der Wecker und wir sind neugierig wie es draußen aussieht, denn gestern war es nach der Ankunft schon dunkel. Es ist noch sehr kühl aber die Sonne geht ja auch erst auf. Ab 8:00h frühstücken wir und werden anschießend zu den Pferden gebracht. Jeder bekommt von Sybille sein Trailpferd zugeteilt. Wir müssen nur Putzen und Hufe auskratzen, denn das Satteln erledigt Sybille persönlich, was auch die ganze Woche so bleibt.

Uns wird das Zäumen mit dem Hackamore und die Reitweise erklärt und es geht zu einem kurzem Proberitt auf den Reitplatz. Dann startet unsere 9er Mädelsgruppe gut gelaunt gegen 10:00h in den ersten Tag.

Die Sonne ist mittlerweile rausgekommen und es verspricht ein toller Tag zu werden. Wir starten in La Codosera das auch wegen der großen Jesus Statue auf dem Berg „Klein Rio“ genannt wird und reiten durch die Region Extremadura. Korkeichenwälder, Eukalyptusbäume, Mimosen und Esskastanien/ Maronenbäume säumen unseren Weg.

Nach kurzer Zeit kommt schon ein Highlight dieses Trails: Wir überqueren die Grenze von Spanien zu Portugal. Ein besonderer Moment der aber nicht weiter aufgefallen wäre, wenn an der grünen Grenze kein Schild am Straßenrand stehen würde. Nun geht es weiter durch die Region Alentejo. Wir reiten durch den Naturpark Serra de Sao und machen in der Nähe von Urva unser erstes leckeres Mittagspicknick. Nach der etwa 1-1,5 stündigen Pause kommen die ersten Trab- und Galoppstrecken. Danach genießen wir die Schönheit der Landschaft im Schritt. Hin und wieder dringt Lavendel- und Rosmarinduft in unsere Nase.

Sybille öffnet und schließt die Tore im offenen Weideland und so komme ich mehrfach an die Spitze unserer Gruppe. Die kleine 12jährige Fuchsstute Portugesa hat einen flotten, raumgreifenden Schritt und die Gruppe zieht sich wie eine funkelnde Perlenkette durch die hüglige Landschaft.

Das Nachtquartier der Pferde ist heute auf dem Hof „Herdade da Torre“ Nähe Portelegre.

Strecke: 31,2 km – Reitzeit: 6:20 min – Höchstgeschwindigkeit: 22,4 kmh – Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,7 kmh.

Wir werden mit dem Van zurück zu unserer Pension La Casa Rural über die Grenze nach Spanien gebracht.


Montag, 01.10.2012

Um 7:00h klingelt der Wecker, da heute das Frühstück schon um 7:30h beginnt. Wir packen unsere Taschen und stellen sie zur Abfahrt bereit. Zum vierten und letzten Mal überqueren wir die Spanisch/ Portugiesische Grenze und stellen die Uhr nun endgültig eine Stunde zurück.

Die Pferde stehen friedlich grasend auf einer großen Wiese und lassen sich unangebunden Putzen ohne fortzulaufen. Nach dem Satteln geht es gegen 9:00 Uhr los. Wir reiten den ersten Kilometer auf einer wenig befahrenen Straße entlang, am Bahnhof von Portelegre vorbei und durchstreifen anschließend wieder Korkeichen- und Eukalyptuswälder. Es geht in sicherem Abstand zu den Stieren „Toros Bravos“ über einige Felder. Nach 3:45h Reitzeit ist nach 20,5 km Pause in der Nähe des Ortes Crato. Sitzend im raschelnden Plantanenlaub genießen wir das von Elke und Vroni liebevoll zubereitete Picknick.

Danach umreiten wir den Ort Crato und durchqueren den kleinen Fluss Seda. Am Wegesrand der alten Römerstraße stehen große imposante Gesteinsformationen aus Granit. Um 16:45 Uhr sind wir am Ziel der Tagesetappe und stellen die Pferde bei einem Lusitanozüchter in Aldeia da Mata ein.

Strecke: 35,1 km – Reitzeit: 6:30 min – Höchstgeschwindigkeit: 28,9 kmh – Durchschnittsgeschwindigkeit: 5,2 kmh.

Nach dem Absatteln und Abwaschen der Pferde (das auch von Sybille und Elke erledigt wird), werden wir eine halbe Stunde in unser neues Quartier Hotel Convento d´Alter gefahren. Ein ehemaliges Kloster in Alter do Chao – mit Pool! Wir beziehen die komfortablen und geräumigen Zimmer, steigen in unsere Badesachen und springen mit lautem Juchtzen in den Pool, da schon um 19:15h die Sonne untergeht. Um 20:00h gibt es Abendessen.


Dienstag, 02.10.2012

7:00h Aufstehen, 7:30h Frühstück und 8:15h Abfahrt zu den Pferden.

Es ist heute nebelig und kalt – gut das wir Fleecejacken dabei haben. Heute reite ich die 6 jährige Schimmelstute Ballarina. Zwei Stunden später ist wieder T-Shirt Wetter.

Beim Durchreiten den kleinen Ort Aldeia da Mata lauschen wir dem rythmischen Hufeklappern auf Kopfsteinpflaster. Alte Herren sitzen zusammen vor ihren Häusern und schauen uns zu.

Wir durchqueren ein Tal mit Bächlein und gehen auf die Hochebene. In Cunheira reiten wir über Bahnschienen und an ehemaligen Reisfeldern vorbei. Das heutige Picknick ist nach 3:40h Reitzeit und 18,5 km in der Nähe des Ortes Torre das Vargens, danach geht’s durch zwei kleinere Flüsschen auf die Hochebene mit Korkeichen.- und Eukalyptusbäumen bis in die Nähe von Logomel. Die Pferde bleiben heute auf einem ehemaligen Pferdehof in der Reithalle.

Strecke: 35,3 km – Reitzeit: 6:52 min – Höchstgeschwindigkeit: 28,6 kmh – Durchschnittsgeschwindigkeit: 5,1 kmh.


Mittwoch, 03.10.2012

Um 7:00h stehen wir auf um um halb acht Uhr, wie die Vortage auch, zu frühstücken. Heute heißt es wieder mit gepackten Taschen um 8:15h vor dem Klosterhotel zu stehen. Wir werden mit dem Van durch Ponte de Sor ca. 35 Minuten zu dem Pferden gefahren. Durch die längere Anfahrt werden sie heute erst gefüttert als wir ankommen. Die Tage zuvor haben das Elke und Vroni schon im Vorfeld erledigt. Wahnsinn wie toll hier alles organisiert ist und im Hintergrund stattfindet ohne das wir es mitbekommen.

Um 10 Uhr geht es los mit unserem 2,5 stündigen Ritt durch Pinien- und Eukalyptuswald. Das Gelände ist heute leicht hügelig mit dem Ziel: Picknick in Ben Posta. Hier erwartet uns nicht nur etwas zum Essen, sondern auch ein „Cabrio-LKW“. Die Pferde haben heute eine ca. 40 km Fahrt vor sich, da wir keine andere Möglichkeit haben den großen Fluss Tejo zu überqueren.

Erstaunlich wie ruhig sie die Verladeprozedur mitmachen!!!

Strecke: 11,8 km – Reitzeit: 2:32 min – Höchstgeschwindigkeit: 19,6 kmh – Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,4 kmh.

Dann werden wir zu unserem neuen Hotel Torres Novas gebracht, durchfahren Abrantes und überqueren auch die riesige Brücke über den Tejo.

Nach dem Einchecken (wir bekommen diesmal ein behindertentaugliches Zimmer und das Bad ist für mich durch die extrem hohe Toilette gewöhnungsbedürftig) gehen wir in die Stadt zum Einkaufen und sehen uns die Burganlage an.

Um 17h werden wir von Sybille abgeholt und zum Sattler nach Golega gefahren – Shopping!

Abends gibt es um 20h Essen und 3 von uns Mädels treibt es noch hinaus ins Leben und wir genießen den portugiesischen Flair.


Donnerstag, 04.10.2012

Wieder stehen wir mit gepackten Taschen um 8:15h vor dem Hotel. Erneuter Movingday und diesmal zum Strandhotel Albergeria Mar Bravo.

Covao du Feto heißt der Ort in dem die Pferde übernachtet haben. Drei stehen in Boxen und die anderen auf der Koppel.

Wir führen die ersten Minuten und sitzen dann auf. Heute ist der zeitlich längste Reittag, denn es wird ausschließlich Schritt geritten. Unser heutige Ritt führt uns vorbei an kilometerlangen Steinmauern, die jahrhunderte lang als Begrenzung für Schafe oder andere Tiere genutzt wurden. Das Gelände ist optisch völlig anders als das der Vortage und voller Olivenbäume, die aber in diesen Jahr aufgrund der langen Trockenheit kaum Früchte tragen. Die Pferde sind unglaublich trittsicher auf dem steinigem Boden und wir genießen das bizarre Bild.

Vorbei an einem Mamorbruch schauen wir über das weite Panorama der romantischen Berglandschaft des Naturparks Serras de Aire e Candeeiros. Wir sind auf einer Höhe von ca. 500 Meter als wir die Pferde eine steilere asphaltierte Straße, hinab auf 380 Höhenmeter runter ins Dorf Marinha de Mendiga führen, um uns auch Mal die Beine zu vertreten.

Nach 4 Stunden Reitzeit und 16,2 km haben Elke und Vroni wie jeden Tag schon das Picknick vorbereitet und den Pferden Wasser bereitgestellt. Nach dem stillen des Hungers legen sich die meisten von uns in den Schatten zum Dösen. Überall ist der Duft von wildem Thymian und Salbei.

 

Nun müssen wir unsere Trittsicherheit beweisen und den nächsten Berg unsere Pferde hinabführen. Wem nun einfällt das er Höhenangst hat, hat ein kleines Problem *grins. Etwa 45 Minuten sind wir nach dem Motto unterwegs: „Ab jetzt geht’s nur noch abwärts“.

Teils rutschend auf kleinen Mamorbruchstückchen die glitzernd in der Sonne liegen und teils durch höheres Grün steigen wir serpentinenförmig von 579 Metern auf 280 Höhenmeter hinab und kommen alle heile an. Die Pferde verhalten sich unglaublich und passen sogar auf uns nicht versehentlich anzuschubsen. Wir können uns ganz und gar auf unsere eigenen Füße konzentrieren.

Beim Weiterritt heißt es Kopf einziehen denn Äste und Dornen säumen unseren engen Pfad. Die Geräuschkulisse unserer Mädels klingt interessant: „autsch“ - „aua“ - „oh nein“ - „warum hab ich nichts langärmliges mit?“

Strecke: 34,2 km – Reitzeit: 7:35 min – Höchstgeschwindigkeit: 7,4 kmh – Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,8 kmh.

Während die Sonne gegen 19:00h untergeht erreichen wir unser heutiges Nachtquartier der Pferde bei einem Lusitanozüchter in Juncal und werden zurück in unser Hotel nach Nazare gebracht.

Müde aber glücklich über diesen erlebnisreichen Tag freuen wir uns auf das Abendessen im kleinen Restaurant Maria Mar in einer kleinen Seitenstraße der Strandpromenade.


Freitag, 05.10.2012

Das Strandhotel hat ein unglaubliches Frühstücksbuffet und unsere Gruppe senkt den Altersdurchschnitt ungemein *lach. Der Automat macht mich mit seiner Cap-Choc Taste wirklich neugierig und dieser Mix ist wirklich mega lecker!!! Hat so eine Taste schon mal jemand gesehen?

Der letzte Reittag bricht an und ich bin traurig das diese tolle Zeit mit soviel netten Menschen und klasse Pferden schon zu Ende ist.

Wir reiten von Juncal nach Alpetriz in den Pinienwald und überqueren die Autobahnbrücke über der A8. Das Picknick nach 3:50h und 21,8 km ist heute in der Nähe von Legua und es gibt eine tolle Überraschung für das heutige Geburtstagskind unserer Gruppe. Einen Geburtstagskuchen mit vielen Kerzen die nach dem Auspusten wieder angehen und ein Ständchen.

Danach geht es weiter runter zum Strand Preia do Norte ca. 8-10 km bis Nazare. Leider ist nur ein kurzer Strandgalopp möglich, da gerade Ebbe ist und der Sand sehr tief. Überall sitzen Angler und vertreiben sich am Nationalfeiertag die freie Zeit. Wir genießen den salzigen Duft des Meeres, die Brandung des Atlantiks und den weichen Boden unter den Hufen. Dann begegnen wir einem Portugiesen in Neoprenanzug mit Waveboard unter dem Arm, den wir bitten ein Gruppenfoto von uns zu machen.

Nachdem letzten Mal absatteln, werden die Pferde wieder auf einen „Cabrio-LKW“ verladen um ihre 4 stündige Heimfahrt nach Spanien anzutreten.

Strecke: 31,4 km – Reitzeit: 6:32 min – Höchstgeschwindigkeit: 22,8 kmh – Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,8 kmh.

Wir fahren zurück zum Strandhotel und zwei Mutige stützen sich noch in das Meer, danach wird am Strand eine Flasche Geburtstagssekt geköpft und wir gehen wieder in das Restaurant vom Vortag, wo heute traditionelle portugiesische Livemusik gespielt wird. Dann heißt es Taschen packen und Abschied nehmen.


Samstag, 06.10.2012

Nach dem Frühstück werden wir zum Flughafen nach Lissabon gefahren.

Unser Heimflug geht über Paris nach Hannover und hier bekommen wir einen Kälteschock, denn an das sonnige portugiesische Wetter mit 23-27 Grad hatten wir uns schon so gewöhnt.




Fazit:

Eine super organisierte Tour bei der die Sicherheit für Mensch und Tier immer an erster Stelle steht. Sattelgurte werden kontrolliert, beim Aufsitzen gegen gehalten und wenn wir mal ein kleines Stückchen Straße (mit fast keinem Verkehr) geritten sind, standen sogar immer Elke und Vroni dort bereit um uns abzusichern.

Es gibt sehr komfortable Unterkünfte und reichlich zu Essen.

Die Mitreiterinnen waren einfach alle klasse und die Pferde trotz Saisonende top gepflegt, menschenbezogen und gehfreudig.

Es sind keine „Hochgeschwindigkeits-Galoppaden“ zu erwarten, da dieser Trail unglaublich lang ist und mit der Energie der Pferde etwas gehaushaltet werden muss.

Danke Sybille, Elke und Vroni für diese tolle Zeit!

Das einzig Negative was ich feststellen konnte, war das uns die Sonne immer nur von links anlachte und man eine interessante einseitige Bräune bekam *lol





 
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